Du bist auf eine „Warning about Hizgullmes“ gestoßen und fragst dich, ob dein Rechner in Gefahr ist? Kurz gesagt, eine belegte Schadsoftware mit diesem Namen haben wir nicht gefunden. Der Begriff taucht vor allem in Ratgebertexten auf, die eine Bedrohung beschreiben, ohne sie nachzuweisen. Hier erfährst du, woher solche Warnungen kommen, wie du sie selbst prüfst und was deinen Rechner wirklich schützt.
Das Wichtigste in Kürze
- Zu „Hizgullmes“ haben wir bei unserer Recherche im Oktober 2026 keine Analyse eines Sicherheitsanbieters und keine Warnung des BSI gefunden.
- Der IT-Blogger Günter Born hat schon im Februar 2025 über Artikel zu einer angeblichen „hizgullmes-Malware“ berichtet, die er als sinnfreie Texte einordnete.
- Typische Merkmale von Falschmeldungen beschreibt das BSI, etwa drastische Schilderungen, das Wort „Warnung“ und fehlende Urheber.
- Echte Erkennungsnamen folgen bei Microsoft einem festen Schema aus Typ, Plattform, Familie und Variante.
- Was wirklich hilft, sind Updates, ein aktueller Virenschutz und bei Verdacht ein vollständiger Scan.
- Fehler- und Warnmeldungen von Microsoft enthalten laut Microsoft niemals Telefonnummern.
Was hinter „Warning about Hizgullmes“ steckt
Suchst du nach dem Begriff, findest du Texte, die „Hizgullmes“ als gefährliches Schadprogramm beschreiben. Was fehlt, sind Herstelleranalyse, Erkennungsname, betroffene Systeme und ein Datum des ersten Auftretens.
Bei unserer Suche am 20.10.2026, auch zusammen mit Namen großer Antivirenhersteller, fanden wir weder eine Analyse noch einen Datenbankeintrag oder eine Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Ohne solche Belege spricht vieles eher für einen Suchbegriff als für eine konkrete Bedrohung.
Einen Hinweis auf die Herkunft liefert ein Beitrag in Borns IT- und Windows-Blog vom 23. Februar 2025. Günter Born berichtet dort über Artikel auf Websites, in denen „über eine gefährliche hizgullmes-Malware und Virenschutz geschrieben“ wurde. Die Inhalte kommen laut Born „total sinnfrei“ daher. Auf seine Nachfrage beim Betreiber einer dieser Seiten bekam er nach eigener Darstellung die Antwort, es handle sich um einen „SEO Test“.
Warum es Warnungen vor Begriffen ohne Bedeutung gibt
SEO steht für Suchmaschinenoptimierung, also alles, was eine Seite in Google & Co. weiter nach oben bringen soll. Zu einem frei erfundenen Wort gibt es anfangs keine einzige Seite. Wer als Erster darüber schreibt, hat in den Suchergebnissen kaum Konkurrenz.
Die Computerzeitschrift c’t rief im April 2005 einen Wettbewerb mit dem Suchbegriff „Hommingberger Gepardenforelle“ aus. Laut Wikipedia wurde der Begriff gewählt, weil es weder einen Ort Hommingberg noch eine Gepardenforelle gibt. Zu „Hizgullmes“ fand Born schon im Februar 2025 neben der Seite, über die er berichtete, weitere „recht unbekannte Webseiten“. Jede neue „Warnung“ verstärkt den Eindruck, es gebe eine echte Gefahr.
Born nennt weitere Begriffe aus ähnlichen Texten, etwa „qzobollrode“ und „bitesolgemokz“. Auch dazu beschreibt er nur Texte ohne erkennbare Aussage.

So prüfst du eine Malware-Warnung selbst
Das BSI beschreibt auf seiner Seite zu Hoaxes, also Falschmeldungen im Internet, typische Alarmsignale. Viele davon passen auch auf Webseiten, die vor angeblicher Schadsoftware warnen.
- Dringlichkeit ohne Datum. Laut BSI fehlen fast immer genaue Zeitangaben.
- Das Wort „Warnung“ steht laut BSI in der Betreffzeile, auf Webseiten entsprechend oft im Titel.
- Übertriebene Folgen, etwa drastische Schilderungen zu einem Computervirus.
- Große Namen als Zeugen, die die Behauptung glaubwürdig machen sollen.
- Kein Urheber ist genannt.
Das BSI rät außerdem, eine unglaubliche Behauptung per Suchmaschine gegenzuprüfen. Kommt sie nur in wenigen Blogs und Foren vor, aber in keinem seriösen News-Portal, liegt die Hoax-Wahrscheinlichkeit laut BSI nahezu bei hundert Prozent.
Woran du eine echte Bedrohung erkennst
Echte Schadsoftware bekommt von Sicherheitsanbietern einen Erkennungsnamen. Microsoft benennt Schadsoftware nach dem Namensschema der Computer Antivirus Research Organization (CARO). Der Name setzt sich aus Typ (zum Beispiel Trojan oder Ransom), Plattform (zum Beispiel Win32 oder AndroidOS), Familie und einem Variantenbuchstaben zusammen. Microsoft weist darauf hin, dass Anbieter für dieselbe Malware-Familie manchmal unterschiedliche Namen verwenden. Ein Fantasiewort ohne jeden Eintrag bei einem Hersteller ist noch kein Beleg für eine neue Gefahr.
Für Warnungen, die direkt auf deinem Bildschirm erscheinen, gibt Microsoft einen klaren Anhaltspunkt. Fehler- und Warnmeldungen von Microsoft enthalten niemals Telefonnummern. Ein Pop-up mit Hotline-Nummer passt laut Microsoft zum typischen Muster von Tech-Support-Betrug, bei dem gefälschte Fehlermeldungen zum Anruf verleiten sollen.
Was deinen Rechner tatsächlich schützt
Gegen „Hizgullmes“ brauchst du kein Spezialwerkzeug. Die Maßnahmen, die das BSI gegen Schadprogramme allgemein empfiehlt, bringen mehr als die Jagd nach einem einzelnen Namen.
- Updates für Betriebssystem und Programme auf allen Geräten regelmäßig und zeitnah installieren.
- Bei Links und Anhängen in E-Mails vorsichtig sein, vor allem bei unerwarteten Nachrichten.
- Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen.
- Regelmäßig Backups wichtiger Daten anlegen.
- Ein Virenschutzprogramm und eine Firewall nutzen.
- Im Alltag mit einem Benutzerkonto mit reduzierten Rechten arbeiten.
Windows 11 auf den neuesten Stand bringen
- Öffne Start > Einstellungen > Windows Update.
- Klicke auf Nach Updates suchen und installiere, was angeboten wird.
- Starte den PC neu, wenn Windows dich dazu auffordert.
Einen gründlichen Scan mit Windows-Sicherheit starten
Windows-Sicherheit prüft dein Gerät zwar automatisch, du kannst aber jederzeit zusätzlich scannen. Die Schritte stammen aus der Microsoft-Hilfe zum Viren- und Bedrohungsschutz.
- Öffne die Windows-Sicherheit-App und wähle Viren- & Bedrohungsschutz.
- Klicke unter Aktuelle Bedrohungen auf Scanoptionen.
- Wähle Vollständige Überprüfung. Sie scannt jede Datei und jedes Programm auf deinem Gerät.
- Hast du einen konkreten Verdacht, wähle stattdessen Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung). Der PC startet dafür neu und wird ohne geladenes Windows geprüft. Speichere vorher alle offenen Dateien.
- Die Ergebnisse der Offlineüberprüfung findest du danach unter Schutzverlauf.
Nutzt du einen Virenschutz eines anderen Herstellers, ist Microsoft Defender Antivirus laut Microsoft automatisch deaktiviert. Dann startest du den Scan in deinem installierten Programm.
Wenn dein Gerät sich wirklich seltsam verhält
Ein Suchbegriff allein ist kein Grund zur Sorge. Anders sieht es aus, wenn du konkrete Auffälligkeiten bemerkst. Das BSI nennt als Beispiel, dass in deinem Namen E-Mails versendet werden. In so einem Fall empfiehlt das BSI, das Gerät zuerst mit einem aktuellen Virenschutzprogramm zu untersuchen und das System gründlich zu prüfen.
Bestätigt sich eine Infektion, rät das BSI, das gesamte System neu aufzusetzen, weil viele Schadprogramme tiefgreifende Änderungen vornehmen. Nach der Neuinstallation solltest du die Passwörter aller Online-Zugänge ändern. Einen Missbrauch oder Befall kannst du laut BSI bei deiner örtlichen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache melden.
Betreut bei euch im Unternehmen jemand anderes die IT, gib den Verdacht direkt dorthin weiter.
Häufige Fehler bei vermeintlichen Virenwarnungen
- Dateien auf Zuruf löschen. Das BSI beschreibt Hoaxes, die mit einer angeblichen Malware-Infektion begründen, eine Datei zu löschen. In Wahrheit ist das eine wichtige Systemdatei.
- Nummern aus Pop-ups anrufen. Microsoft rät ausdrücklich davon ab, eine Telefonnummer aus einer Pop-up- oder Fehlermeldung anzurufen.
- „Reiniger“ von unbekannten Seiten installieren. Microsoft empfiehlt, Software nur von offiziellen Quellen wie dem Microsoft Store zu laden, weil manche Downloads mit Schadsoftware gebündelt sein können.
- Die Warnung weiterleiten. Beim kleinsten Hoax-Verdacht solltest du laut BSI nicht auf „Teilen“ oder „Weiterleiten“ klicken.
- Den Virenschutz abschalten. Der Echtzeitschutz von Windows-Sicherheit schaltet sich laut Microsoft nach kurzer Zeit von selbst wieder ein. Lass ihn dauerhaft aktiv.
Fazit
Hinter einer „Warning about Hizgullmes“ steckt nach allem, was sich im Oktober 2026 belegen lässt, keine dokumentierte Schadsoftware. Wir haben keine Herstelleranalyse, keinen Erkennungsnamen und keine BSI-Warnung gefunden, dafür einen Blogbeitrag, laut dem der Betreiber einer Seite mit solchen Texten von einem SEO-Test sprach. Du musst also nichts Bestimmtes entfernen und schon gar nichts kaufen. Nutze den Anlass trotzdem für einen kurzen Check. Spiel Updates ein, lass einen vollständigen Scan laufen und prüfe künftige Warnungen mit den Alarmsignalen des BSI.
Häufige Fragen
Was ist Hizgullmes?
Eine belegte Bedeutung gibt es nicht. Wir haben weder eine Analyse eines Sicherheitsanbieters noch eine Warnung des BSI gefunden. Laut Borns IT- und Windows-Blog bezeichnete der Betreiber einer Website mit solchen Texten diese auf Nachfrage als „SEO Test“.
Ist Hizgullmes gefährlich oder gut?
Für keine der beiden Einordnungen gibt es Belege. Gefährlich wird es nur, wenn du wegen einer solchen Warnung Dateien löschst oder unbekannte Programme installierst.
Wie vermeide ich Hizgullmes?
Da es keine dokumentierte Schadsoftware dieses Namens gibt, schützt du dich mit den üblichen Maßnahmen. Halte System und Programme aktuell, lade Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen, sei bei Anhängen vorsichtig und lege regelmäßig Backups an.
Brauche ich ein spezielles Tool, um Hizgullmes zu entfernen?
Nein. Ein vollständiger Scan mit Windows-Sicherheit oder deinem installierten Virenschutz reicht für eine Prüfung aus. Bei konkretem Verdacht bietet Windows-Sicherheit zusätzlich die Offlineüberprüfung mit Microsoft Defender Antivirus an.
Was tue ich, wenn ein Pop-up vor Hizgullmes warnt?
Ruf keine angezeigte Telefonnummer an und installiere nichts, was das Fenster dir anbietet. Fehler- und Warnmeldungen von Microsoft enthalten laut Microsoft niemals Telefonnummern. Schließ den Browser und prüfe dein Gerät anschließend mit Windows-Sicherheit.
Quellen & Belege
- Borns IT- und Windows-Blog: Gaga-Blog-Beiträge zu Hizgullmes, qzobollrode und Co. (23.02.2025) – belegt: Artikel über eine „gefährliche hizgullmes-Malware“, Inhalte „total sinnfrei“, weitere „recht unbekannte Webseiten“ zu Hizgullmes, Antwort des Betreibers auf Borns Nachfrage „SEO Test“, weitere Begriffe qzobollrode und bitesolgemokz
- BSI: Hoax (Falschmeldung) im Internet – belegt: Alarmsignale für Falschmeldungen, fehlende Zeitangaben, Gegencheck per Suchmaschine, Hoax-Wahrscheinlichkeit nahezu hundert Prozent, Hoaxes mit Aufforderung zum Löschen einer Systemdatei, nicht teilen oder weiterleiten
- BSI: Schadprogramme erkennen und sich schützen – belegt: Schutzmaßnahmen (Updates, Vorsicht bei E-Mails, vertrauenswürdige Quellen, Backups, Virenschutz und Firewall, reduzierte Rechte), Vorgehen bei Verdacht und bei bestätigter Infektion, Meldung bei der Polizei
- Microsoft Learn: Wie Microsoft Schadsoftware benennt – belegt: CARO-Namensschema aus Typ, Plattform, Familie und Variantenbuchstabe, unterschiedliche Namen bei verschiedenen Anbietern
- Microsoft Support: Viren- und Bedrohungsschutz in der Windows-Sicherheit-App – belegt: Scanoptionen, vollständige Überprüfung, Offlineüberprüfung mit Neustart, Ergebnisse im Schutzverlauf, Echtzeitschutz schaltet sich wieder ein, Defender bei Drittanbieter-Virenschutz deaktiviert
- Microsoft Support: Schützen Sie sich vor Tech-Support-Betrug – belegt: gefälschte Fehlermeldungen mit Supportnummern, Microsoft-Warnmeldungen enthalten niemals Telefonnummern, keine Nummern aus Pop-ups anrufen, Software nur aus offiziellen Quellen
- Verbraucherzentrale Niedersachsen: Warum Microsoft Defender bei Sicherheitswarnungen im Browser nicht anschlägt – belegt: bei gefälschten Warnungen Pop-up und Browser schließen, die Nummer nicht anrufen, nichts installieren
- Microsoft Support: Windows Update FAQ – belegt: manuelle Suche nach Updates über Einstellungen, Windows Update, Nach Updates suchen, Neustart zum Abschluss der Installation
- Wikipedia: Hommingberger Gepardenforelle – belegt: SEO-Wettbewerb der c’t im April 2005, weder Ort Hommingberg noch Gepardenforelle existieren
Stand: Oktober 2026. Menüs und Funktionen können sich mit Updates ändern. Angaben ohne eigene Quelle sind redaktionelle Erfahrungswerte.
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