Du verschickst einen Newsletter, postest auf Instagram und schaltest eine kleine Anzeige. Eine Woche später zeigt dein Analyse-Tool mehr Besucher an, aber nicht, welcher Kanal sie gebracht hat. Genau dafür gibt es UTM-Parameter. Hier bekommst du UTM-Parameter erklärt, vom Aufbau eines Links über die einzelnen Werte bis zu den Berichten in Google Analytics 4.
Das Wichtigste in Kürze
- UTM-Parameter sind kleine Zusätze am Ende einer URL, die deinem Analyse-Tool verraten, über welche Kampagne ein Besuch kam.
- Die klassischen fünf heißen utm_source, utm_medium, utm_campaign, utm_term und utm_content. Google Analytics kennt zusätzlich utm_id und weitere neuere Parameter.
- Google rät, in jedem getaggten Link immer utm_source, utm_medium und utm_campaign zu setzen.
- Google Analytics unterscheidet Groß- und Kleinschreibung. „Google“ und „google“ landen als zwei verschiedene Werte im Bericht.
- Den passenden Link baust du per Hand oder mit Googles kostenlosem Campaign URL Builder.
- In GA4 findest du die Werte unter Akquisition im Bericht zu den neu generierten Zugriffen und im Bericht „Manuell“.
Kurz gesagt hängst du an deinen Link ein Fragezeichen und danach Wertepaare wie utm_source=newsletter, getrennt durch ein &. Klickt jemand darauf, liest das Analyse-Tool die Werte aus und ordnet den Besuch deiner Kampagne zu. Die Seite selbst sieht für den Besucher in aller Regel genauso aus wie ohne Zusatz.
Was sind UTM-Parameter?
UTM steht für Urchin Tracking Module. Urchin war eine Analyse-Software und der Vorgänger von Google Analytics, mit ihr kamen die Parameter auf. Technisch sind es ganz normale URL-Parameter im sogenannten Query-String. Das ist der Teil einer Adresse, der nach dem Fragezeichen beginnt.
Google beschreibt den Zweck in seiner Analytics-Hilfe zu den Tools zur URL-Erstellung ganz praktisch. Du hängst die Parameter an die Ziel-URLs in Verweislinks und Werbekampagnen. Klickt jemand auf einen solchen Link, werden die Werte an Analytics gesendet und tauchen in den Berichten auf. So siehst du, über welche Kampagnen Traffic kommt.
Gebunden an Google bist du dabei nicht. Auch das Open-Source-Tool Matomo erkennt Links mit den Google-Kampagnenparametern. In der Grundausstattung wertet Matomo allerdings nur zwei Kampagnen-Dimensionen aus, nämlich Name und Keyword. Weitere Dimensionen wie Quelle und Medium kommen bei der selbst gehosteten Version per kostenlosem Plugin dazu, bei Matomo Cloud ist dieses Plugin laut Matomo je nach Tarif schon eingerichtet.
Die UTM-Parameter im Überblick
Die meisten Anleitungen sprechen von fünf UTM-Parametern. Google Analytics listet inzwischen mehr. Die Angaben in der Tabelle stammen aus der Google-Analytics-Hilfe zu den Tools zur URL-Erstellung, die Beispielwerte ebenfalls, soweit Google welche nennt.
| Parameter | Wofür er steht | Beispielwert |
|---|---|---|
| utm_source | Quelle, also woher der Klick kommt | google, newsletter4 |
| utm_medium | Marketingmedium bzw. Kanal | cpc, banner, email |
| utm_campaign | Produkt, Slogan oder Gutscheincode der Aktion | frühlingsaktion |
| utm_term | Bezahltes Keyword | frei wählbar |
| utm_content | Unterscheidet Creatives oder mehrere Links in derselben Mail | frei wählbar |
| utm_id | Kampagnen-ID einer bestimmten Kampagne oder Werbeaktion | frei wählbar |
| utm_source_platform | Plattform, über die Traffic an deine Analytics-Property weitergeleitet wird | z. B. Search Ads 360 |
Zwei weitere Parameter nennt Google ebenfalls, nämlich utm_creative_format (Typ des Creatives, etwa „display“ oder „video“) und utm_marketing_tactic (Targeting, etwa „remarketing“). Beide sind laut Hilfe derzeit nicht in den Berichten von Google-Analytics-Properties enthalten. Die sieben Parameter aus der Tabelle tauchen dagegen als Dimensionen im GA4-Bericht „Manuell“ auf.
Welche Parameter solltest du immer setzen?
Laut englischsprachiger Google-Analytics-Hilfe solltest du utm_source, utm_medium und utm_campaign immer verwenden. Setzt du überhaupt einen UTM-Parameter, empfiehlt Google zusätzlich, alle passenden Parameter zu setzen, vor allem auch utm_id und utm_source_platform. Googles Campaign URL Builder verlangt Quelle und Medium als Pflichtfelder, dazu entweder den Kampagnennamen oder die Kampagnen-ID. Fehlen Parameter, zeigt Analytics in den Berichten „(not set)“ an.
So ist ein UTM-Link aufgebaut
Ein getaggter Link besteht aus drei Teilen. Vorne steht die normale Adresse deiner Seite. Danach folgt ein Fragezeichen und dann die Parameter, jeweils als Paar aus Name und Wert mit Gleichheitszeichen. Mehrere Paare trennst du durch ein &.
Für einen Newsletter im Herbst könnte das so aussehen.
https://www.example.com/angebot/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=herbstaktion&utm_content=button-oben
- utm_source=newsletter sagt, dass der Klick aus deinem Newsletter kommt.
- utm_medium=email ordnet den Besuch dem Kanal E-Mail zu.
- utm_campaign=herbstaktion fasst alle Links dieser Aktion zusammen.
- utm_content=button-oben trennt den oberen Button von einem zweiten Link weiter unten in derselben Mail.
Die Reihenfolge der Parameter spielt laut Google keine Rolle. Wichtiger ist die Schreibweise der Werte, denn Analytics unterscheidet Groß- und Kleinschreibung. utm_source=google und utm_source=Google sind zwei verschiedene Quellen.

UTM-Link erstellen mit dem Campaign URL Builder
Du kannst die Parameter einfach von Hand an die URL schreiben. Weniger fehleranfällig ist Googles kostenloser Campaign URL Builder. Die Oberfläche ist laut Google-Hilfe englischsprachig. So gehst du vor.
- Öffne den Campaign URL Builder und bleib im Reiter WEB. Den Reiter PLAY brauchst du nur, wenn du für eine Android-App wirbst.
- Trag bei website URL die vollständige Adresse deiner Zielseite ein, inklusive https://.
- Fülle campaign source (zum Beispiel newsletter) und campaign medium (zum Beispiel email) aus. Beide Felder sind Pflicht.
- Trag bei campaign name den Namen deiner Aktion ein. Alternativ akzeptiert der Builder eine campaign ID, eins von beiden muss gesetzt sein. Optional ergänzt du campaign term und campaign content.
- Der Builder erzeugt daraus die fertige URL. Kopiere sie und setz sie in deinen Newsletter, Post oder deine Anzeige ein.
Teste den Link einmal selbst, bevor die Kampagne rausgeht. So merkst du rechtzeitig, ob die Zielseite lädt und die Parameter in der Adresszeile ankommen.
Namenskonventionen, die dir später Arbeit sparen
Die meisten Probleme mit UTM-Daten entstehen nicht beim Bauen der Links, sondern durch uneinheitliche Werte. Google empfiehlt in seinen Best Practices eine feste Namenskonvention für alle Felder und Kleinbuchstaben als Standard. Sonst werden „SpringSale“ und „Spring_Sale“ als zwei Kampagnen gezählt, und deine Berichte zerfasern.
Diese Regeln haben sich bewährt, die ersten drei stammen direkt aus der Google-Hilfe.
- Eine Quelle je Plattform. Lege für Facebook, Instagram oder TikTok jeweils genau einen utm_source-Wert fest und bleib dabei.
- Ein Medium je Kanal. Google nennt als Beispiele „paid_social“ und „organic_search“.
- Kleinbuchstaben überall. Das gilt auch für utm_term, damit Keywords im Bericht richtig gruppiert werden.
- Eine zentrale Liste. Halte erlaubte Werte in einer Tabelle fest, auf die alle Beteiligten zugreifen. Das ist ein Erfahrungswert, kein Google-Muss.
Beim Medium lohnt sich ein Blick auf die Standard-Channelgruppe von GA4. Das ist die automatische Einteilung deines Traffics in Kanäle wie E-Mail, Verweis oder Affiliates. Den Kanal E-Mail erkennt Analytics zum Beispiel, wenn Quelle oder Medium „email“, „e-mail“, „e_mail“ oder „e mail“ lauten. Affiliates erkennt es am Medium „affiliate“, Verweise an „referral“, „app“ oder „link“. Erfindest du eigene Medium-Werte, landet der Traffic leichter im Topf „Nicht zugewiesen“, den Analytics verwendet, wenn keine Channelregel passt.
Wo du die UTM-Daten in Google Analytics 4 siehst
Die Werte tauchen in GA4 als eigene Dimensionen auf, etwa „Sitzung – Quelle/Medium“, „Sitzung – Quelle“, „Sitzung – Medium“ und „Sitzung – Kampagne“. Zwei Berichte sind dafür besonders praktisch.
Bericht „Neu generierte Zugriffe“
- Melde dich in Google Analytics an.
- Wähle im Menü links Berichte.
- Klicke auf Akquisition > Neu generierte Zugriffe. In manchen Hilfeseiten heißt der Bericht auch „Neu generierter Traffic“, in der englischen Oberfläche „Traffic acquisition“.
Bericht „Manuell“
Dieser vordefinierte Detailbericht zeigt nur Daten, wenn du UTM-Parameter in Klick-URLs sendest. Er bündelt die manuell getaggten Kampagnen.
- Klicke auf der Seite Berichte unter „Lebenszyklus“ auf Akquisition > Übersicht.
- Klicke auf der Karte Sitzungen nach Sitzung – manuelle Quelle auf Manuelle Kampagnen ansehen.
Siehst du einen der Berichte nicht, wurde er laut Google möglicherweise entfernt oder ist nicht in deiner Standardansicht enthalten. Wer die Rolle Bearbeiter oder Administrator hat, kann ihn wieder in die Navigation aufnehmen. Noch ein Detail. In den Dimensionen „Landingpage + Abfragestring“ und „Seitenpfad und Abfragestring“ tauchen die UTM-Werte laut Google nicht auf.
Häufige Fehler mit UTM-Parametern
Die meisten dieser Stolperfallen beschreibt Google selbst in seiner Analytics-Hilfe.
- Uneinheitliche Schreibweise. „Meta“ und „meta“ sind für Analytics zwei Werte. Die Channel-Einteilung selbst ignoriert Groß- und Kleinschreibung zwar, deine Quellen- und Kampagnenberichte aber nicht.
- Unvollständige Links. Fehlen Pflichtwerte oder sind sie falsch, erscheint in den Berichten unter Umständen „(not set)“.
- Weiterleitungen und Kurzlinks. Laut Google können UTM-Parameter bei Weiterleitungen aus der URL verschwinden, etwa beim Wechsel von https auf http. Auch URL-Shortener wie bit.ly können Verweisdetails entfernen. Prüf deshalb, ob die Parameter auf der Zielseite noch in der Adresse stehen.
- UTM an internen Links. Google beschreibt UTM-Parameter für Verweislinks und Werbekampagnen, also für Links, die von außen auf deine Seite führen. An Links zwischen deinen eigenen Seiten setzt du sie besser nicht, sonst vermischt sich die echte Herkunft eines Besuchs mit deinen eigenen Werten.
- Google Ads nur von Hand taggen. Für Google Ads gibt es das automatische Tagging, das eine GCLID an die Ziel-URL hängt. Laut Google bietet es in Analytics viele Vorteile. UTMs zusätzlich zu setzen, beschreibt Google nur für bestimmte Fälle.
UTM-Parameter und Datenschutz
Ein UTM-Wert wie „newsletter“ beschreibt eine Kampagne, nicht eine Person. Heikel wird es, wenn persönliche Daten in die URL rutschen, zum Beispiel eine E-Mail-Adresse als utm_content. Google schreibt in seiner Analytics-Hilfe, dass URL-Pfad und Parameter keine personenidentifizierbaren Informationen enthalten dürfen, dazu zählen E-Mail-Adressen. Ob und wie du ein Analyse-Tool auf deiner Website überhaupt einsetzen darfst, ist eine eigene Frage. Die klärst du am besten mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einer Fachperson.
Fazit
UTM-Parameter sind schnell erklärt und schnell gebaut. Ein Fragezeichen, ein paar Wertepaare, und dein Analyse-Tool weiß, ob der Besuch aus dem Newsletter, von Instagram oder aus einer Anzeige kam. Der eigentliche Aufwand liegt in der Disziplin. Setz immer Quelle, Medium und Kampagne, schreib alles klein und halte dich an eine feste Liste von Werten.
Bau deine Links mit dem Campaign URL Builder, teste jeden Link vor dem Versand und schau nach ein paar Tagen in den GA4-Bericht „Manuell“. Wenn du die UTM-Parameter so erklärt und sauber eingesetzt hast, siehst du endlich schwarz auf weiß, welcher Kanal sich für dich lohnt.
Häufige Fragen
Was bedeutet UTM?
UTM steht für Urchin Tracking Module. Urchin war der Vorgänger von Google Analytics, daher stammen Name und Aufbau der Parameter. Heute lesen auch andere Analyse-Tools wie Matomo die Parameter aus.
Welche UTM-Parameter muss ich mindestens setzen?
Google rät in seiner Analytics-Hilfe, utm_source, utm_medium und utm_campaign immer zu setzen. Der Campaign URL Builder akzeptiert statt des Kampagnennamens auch eine Kampagnen-ID. utm_term und utm_content sind optional.
Verändern UTM-Parameter meine Seite?
In der Regel nicht, die Seite wird ganz normal geladen. Die Parameter stehen nur in der Adresse und werden von deinem Analyse-Tool ausgewertet. Du musst an der Zielseite selbst nichts anpassen.
Brauche ich UTM-Parameter bei Google Ads?
Für Google Ads kannst du dein Werbekonto mit Analytics verknüpfen und das automatische Tagging aktivieren. Dann wird eine GCLID an die Ziel-URL gehängt, und die Zuordnung läuft ohne UTM-Parameter. Für Newsletter, Social-Media-Posts oder Anzeigen auf anderen Plattformen sind UTM-Parameter dagegen der übliche Weg.
Warum sehe ich „(not set)“ in meinen Kampagnenberichten?
Google nennt als einen Grund manuell getaggte Links mit unvollständigen oder falschen UTM-Parametern. Prüf, ob in deinen Links Quelle, Medium und Kampagne gesetzt und richtig geschrieben sind.
Quellen & Belege
- Google Analytics-Hilfe: Tools zur URL-Erstellung – Kampagnendaten mithilfe benutzerdefinierter URLs erfassen – belegt: Liste und Bedeutung der Parameter inkl. utm_id, utm_source_platform, utm_creative_format, utm_marketing_tactic; Empfehlung, möglichst alle relevanten Parameter zu setzen, insbesondere utm_source, utm_medium, utm_campaign, utm_id und utm_source_platform; Aufbau mit ?, = und &; beliebige Reihenfolge; Groß-/Kleinschreibung; „(not set)“ bei fehlenden Parametern; Best Practices zu Namenskonventionen; Builder-Tools auf Englisch; Parameter für Verweislinks und Werbekampagnen
- Google: Campaign URL Builder – belegt: Felder des Builders, Pflichtfelder source und medium, „One of campaign name or campaign id are required“, Reiter WEB und PLAY
- Google Analytics-Hilfe: Bericht „Neu generierte Zugriffe“ – belegt: Menüpfad Berichte > Akquisition > Neu generierte Zugriffe
- Google Analytics-Hilfe: [GA4] Manueller Bericht – belegt: Bericht enthält nur Daten bei UTM-Parametern, Menüpfad über Akquisition > Übersicht und „Manuelle Kampagnen ansehen“, Bericht ggf. entfernt, Dimensionen wie manuelle Kampagnen-ID, Quellplattform, Begriff und Anzeigeninhalt
- Google Analytics Help (englisches Original): URL builders – Collect campaign data with custom URLs – belegt: „you should always use utm_source, utm_medium, and utm_campaign“ als Empfehlung (die deutsche, laut Google möglicherweise KI-übersetzte Fassung formuliert „müssen“), Bericht „Traffic acquisition“
- Google Analytics-Hilfe: Standard-Channelgruppe – belegt: Regeln für E-Mail, Affiliates, Verweis; Channeldefinitionen ohne Unterscheidung von Groß-/Kleinschreibung; Wert „Nicht zugewiesen“
- Google Analytics-Hilfe: [GA4] Dimensionen für Traffic-Quellen – belegt: automatisches Tagging mit GCLID, manuelles Tagging mit UTM-Parametern, Kombination in bestimmten Fällen
- Google Analytics-Hilfe: Zugriffe „(direct) / (none)“ verstehen – belegt: UTM-Parameter können bei Weiterleitungen entfernt werden, URL-Shortener wie bit.ly können Verweisdetails entfernen
- Google Analytics-Hilfe: Bedeutung des Werts „(not set)“ – belegt: „(not set)“ bei unvollständigen oder falschen UTM-Parametern
- Google Analytics-Hilfe: Best Practices zur Vermeidung personenidentifizierbarer Informationen – belegt: URL-Pfad und Parameter dürfen keine personenidentifizierbaren Informationen enthalten, dazu zählen E-Mail-Adressen
- Matomo FAQ: Does Matomo support Google Analytics campaign parameters? – belegt: Matomo erkennt die Parameter, standardmäßig zwei Kampagnen-Dimensionen (name, keyword), weitere per Plugin MarketingCampaignsReporting
- Matomo FAQ: How can I add the dimensions Campaign name, source, medium … to a custom report? – belegt: Kunden von Matomo Cloud Business und Enterprise haben das Plugin Marketing Campaigns Reporting bereits eingerichtet
- Wikipedia: UTM-Parameter – belegt: Bedeutung „Urchin Tracking Module“, Herkunft aus Urchin als Vorgänger von Google Analytics, ergänzend Hinweis gegen UTM an internen Links
Stand: Oktober 2026. Menüs und Funktionen können sich mit Updates ändern. Angaben ohne eigene Quelle sind redaktionelle Erfahrungswerte.
Bildnachweis Beitragsbild: Foto Headway / Unsplash


